Ein erfolgreiches Gewerbe ist ein wesentlicher Baustein, um in einer Kommune Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern bzw. zu schaffen. Das fördert die Lebensqualität für alle und schafft die finanziellen Spielräume, die erforderlich sind, damit sich eine Kommune freiwillige Leistungen für alle erlauben kann. Es ist die Aufgabe der Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten gute Bedingungen zu schaffen, damit sich die heimischen Geschäfte und Betriebe in Oberasbach gut entwickeln können. Weiter soll der Standort Oberasbach attraktiv für ortsfremde Unternehmen sein.
Oberasbach verfügt grundsätzlich über gute Voraussetzungen: 
•    Die Lage mit unmittelbarer Anbindung an die Großstädte Nürnberg und Fürth über die Rothenburger Straße und die Südwesttangente. 
•    Die S-Bahnanbindung in Unterasbach und Oberasbach. Diese Situation wird sich noch mit dem Anschluss an die U-Bahn in Fürth-Süd/Gebersdorf im Jahr 2027 verbessern. 
Oberasbach bietet mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 400 grundsätzlich attraktive Bedingungen insbesondere für Personengesellschaften, die sich die Gewerbesteuer bis zu diesem sogenannten Nivellierungssatz im Rahmen ihrer Einkommensteuer erstatten lassen können. Genau aus diesem Grund ist es nicht sinnvoll, die Gewerbesteuer darüber hinaus zu erhöhen. Unsere Anstrengungen müssen vielmehr darauf ausgerichtet sein, durch eine Steigerung des individuellen Unternehmenserfolges höhere Gewerbesteuererträge zu erzielen.
Wirtschaftsförderung ist ein sehr heterogenes Feld. Es gibt in Oberasbach viele unterschiedliche Unternehmen mit ganz verschiedenen Anforderungen. 
•    Im Rathausumfeld haben wir Geschäfte, Ärzte und Dienstleister diverser Fachrichtungen, die sich eine Belebung der Innenstadt wünschen.
•    In anderen Teilen Oberasbachs sind Handwerksunternehmen, Produktionsbetriebe, Landwirtschaft, Gastronomie, Geschäfte und Dienstleister ansässig, denen es an Fachkräften, beruflichem Nachwuchs oder schlichtweg an Flächen zur Expansion fehlt. 
•    Darüber hinaus bestehen in Oberasbach auch Leerstände von Gewerbeimmobilien, die es wieder zu beleben gilt. Das Beispiel des Handwerkerhofes im Altort zeigt, dass auch Unternehmensentwicklung in Bestandsflächen möglich ist. 
•    Das Areal rund um den Landkreisbauhof an der Rothenburger Straße bietet grundsätzlich großes Entwicklungspotenzial. Hier können neue Unternehmen angesiedelt werden. Dazu ist es erforderlich, die Anstrengungen erneut zu intensivieren, Lösungen mit den Eigentümern zu suchen und sich überörtlich mit IHK, Handwerkskammern, Wirtschaftsverbänden und Objektentwicklern zu vernetzen.
Diese Auflistung zeigt, dass es in Oberasbach durchaus viele Möglichkeiten gibt, die wir entschlossen anpacken müssen. Dazu ist ein regelmäßiger und dauerhafter Austausch zwischen Unternehmen, Stadtverwaltung und Bürgermeister notwendig, der den unterschiedlichen Anforderungen der Unternehmen gerecht und effizient gestaltet wird. Diese Treffen müssen zu konkreten Ergebnissen führen und rasch umgesetzt werden.

Dafür ist es eine wichtige Aufgabe der städtischen Wirtschaftsförderung, mit den Unternehmen strukturiert im Gespräch zu sein. Dieser Austausch kann selbstverständlich branchen- oder themenbezogen sein. Wichtig ist, dass er effektiv, pragmatisch und auf Augenhöhe erfolgt. Wir müssen wissen, wohin sich die Betriebe entwickeln wollen, welche Hemmnisse sie sehen und wo die Stadt unterstützen kann. Diese Informationen müssen zum Zweck der Wirtschaftsförderung hausintern geteilt werden, personenbezogenes Einzelwissen ist da dauerhaft nicht hilfreich. 
Eine Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen wird in Zukunft essentiell für die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt sein. Ich sehe es als meine Aufgabe, dieses Ziel durch ein florierendes Gewerbe zu erreichen.