In den ersten beiden Podiumsdiskussionen hat vorrangig die CSU die Wohnungsbaugenossenschaft WBG Zirndorf/Oberasbach als den rettenden Anker in der schwierigen Finanzlage der Stadt gepriesen. 
Wer ist die WBG Zirndorf/Oberasbach?
Die WBG Zirndorf/Oberasbach wurde 2019 als gemeinsames Unternehmen von der Stadt Oberasbach und der WBG Zirndorf gegründet. Die Stadt Oberasbach hat ihre städtischen Wohnungen an die neue Genossenschaft übertragen und die WBG Zirndorf führt die Geschäfte. Die WBG Zirndorf/ Oberasbach verwaltet seitdem die städtischen Wohnungen. Darüber hinaus soll sie Wohnbauprojekte realisieren.

Kann die WBG Zirndorf/Oberasbach der rettende Anker sein?
In den nächsten vier Jahren muss die Stadt Haushaltslöcher durch den Verkauf von Grundstücken schließen, d.h. es muss tatsächlich Geld in die Stadtkasse fließen. Bürgermeisterkandidat der CSU, Herr Haas sagte in der Podiumsdiskussion am 30. Januar 26: „[Die Grundstücke sollten wir] nicht an den freien Markt verkaufen, kann ich Ihnen auch sagen, sondern grundsätzlich an unsere hauseigene WBG.“ Die Stadt könne als Gesellschafterin die Entwicklung der Grundstücke anschließend mitbestimmen.
Die WBG Zirndorf/Oberasbach hat aber bereits deutlich gemacht, dass sie lediglich an drei von sieben zum Verkauf stehenden Grundstücken Interesse hat. Zudem fehlt ihr das Kapital, die Flächen tatsächlich zu erwerben. Vielmehr kann sich die WBG Zirndorf/Oberasbach eine Entwicklung der Flächen vorstellen, wenn die Stadt Oberasbach die Grundstücke ohne Zahlung eines Kaufpreises an die gemeinsame Gesellschaft überträgt. In diesem Fall würde an die Stadt Oberasbach erst Geld fließen, wenn die WBG Einnahmen aus dem Verkauf der Wohnungen erzielt hat.
Kann die WBG Zirndorf/Oberasbach Kredite für den Kauf aufnehmen?
Die WBG kann nicht einfach Kredite aufnehmen. Bei diesem Thema sitzt die Rechtsaufsicht mit am Tisch.
Aus diesen Gründen ist es nicht vorstellbar, dass die WBG die vermeintlich geniale Lösung des Problems ist.