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15. Oktober
Verkehrspolitik der Landrätin

Vergangene Woche war in der FN zu lesen, dass Frau Pauli Unterasbach im Rahmen der S-Bahn-Einführung nach Ansbach Unterasbach zu einem Verkehrsknotenpunkt machen will.
Dies ist grundsätzlich begrüßenswert und wird für Oberasbach und auch Teile Zirndorfs sowie Stein eine attraktive Verbindung nach Nürnberg bieten.
In diesem Zusammenhang jedoch die Entbehrlichkeit der Bibertbahn zu nennen, ist absolut falsch. Dass die Rothenburger Straße nur durch ein schienverkehrsgebundenes Nahverkehrsmittel entlastet werden kann liegt auf der Hand, da eine Busspur in diesem Bereich nicht realisiert werden kann und das Fahrgastpotential für eine Bahn allemal vorhanden ist. Die Reaktivierung der Strecke könnte in relativ kurzer Zeiterfolgen; eine U-Bahn wird Oberasbach, wenn sie Gebersdorf jemals erreichen wird frühestens in 30 Jahren erreichen. Das Projekt ist bis dahin wahrscheinlich überhaupt nicht finanzierbar, weil die Kosten einfach zu hoch sind. Die Förderungen des Freistaates werden über kurz oder lang niedriger ausfallen, außerdem handelt es sich hier ebenfalls um Steuergelder. Die Idee U-Bahn ist wahrscheinlich genauso eine Seifenblase wie die damaligeStadtbahn-Thematik, die heimlich, still und leise in der Versenkungverschwunden ist.
Die Bibertbahn würde parallel zu einer der großen Verkehrsadern des Landkreises laufen. Mit einer Park + Ride-Möglichkeit in Leichendorf wäre eine spürbare Entlastung herbeizuführen, denn die Möglichkeit heute bereits das Auto in Unterasbach oder Roßtal zu parken, wird zwar genutzt, jedoch meist von ortsansässigen Bürgernund meist nicht von Pendlern, die aus Westen kommen.
Zubringerdienste über einen Bus zuleisten wäre heute durchaus möglich, aber wie das Beispiel Linie 115 (Roßtal-Großhabersdorf) zeigt, wurde dieseVerbindung nicht angenommen. Die Linien 151(Weinzierlein-Oberasbach-Zirndorf) und 155 (Oberasbach-Zirndorf) werden zwar angenommen, jedoch auch nicht in dem Maße wie gewünscht, weil zum einen die zeitliche Verknüpfung zu den Bahnlinien in weiten Teilen unbefriedigend ist und zu andern ein sehr langer Takt besteht. Fahrgäste in diesen Linien sind höchstwahrscheinlich auch nur ortsansässige Fahrgäste.
Fakt ist die Bibertbahn hat Ihre Berechtigung mehr denn je, da mit Ihr eine wirksame Entlastung der Rothenburger Straße erzielt werden kann. Eingestellt wurde sie damals nur, weil das Angebot unzureichend war und man damals noch keine Fahrkarten im Rahmen des VGN lösen konnte. Noch ist es nicht zu spät.
Felix Kißlinger
Anmerkung:
Eine bessere Abstimmung der innerörtlichen Buslinien auf die Züge wird von den Freien Wählern bereits seit 1996 eingefordert.

